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Innovatives Projekt im Geschäftsjahr 2010

Veröffentlichungsdatum 01 Jun '09

Die vom Kunden vorgegebenen Leistungsmerkmale für individuelle (seetüchtige) Wasserfahrzeuge im Jacht- und Schiffsbau werden stets anspruchsvoller. Meistens liegen die Kundenwünsche im Bereich Geschwindigkeit, Designindividualität und Sicherheit, wobei auch die Größe und Ausstattung, z. B. Hubschrauber-Landeplatz und Swimmingpool an Deck, eine Rolle spielen. Speziell im Luxussegment dürfen größere Abmessungen und zusätzliche Optionen nicht auf Kosten der Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit der Jacht gehen. 

Wenn konventionelle Strukturen und Werkstoffe, wie Eisen oder Stahl, verwendet werden, nimmt das Gewicht jedoch so stark zu, dass die Jachtbauer teilweise nicht alle Kundenwünsche erfüllen können. Die widersprüchlichen Anforderungen an Steifigkeit, Gewicht und dem davon abhängigen Kraftstoffverbrauch bedeuten eine höhere Komplexität im Jacht- und Schiffsbau. Daher wird zunehmend auf neue Materialien und Strukturen gesetzt.

Ein Werkstoff, der momentan boomt und immer öfter beim Bau von innovativen Megajachten und Küstenwachtfahrzeugen eingesetzt wird ist Aluminium. Das gestiegene Interesse an Aluminium liegt an der hohen Festigkeit, dem niedrigen Gewicht sowie seiner Beständigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften wird das Material häufig in Industriebereichen verwendet, in denen Gewichtseinsparungen ausschlaggebend sind, wie z. B. in der Luft- und Raumfahrtindustrie.
Aluminium kommt im Jacht- und Schiffsbau bei Rumpfkonstruktionen jedoch nur im geringen Maße zum Einsatz. Diese werden noch traditionell gefertigt.

Ein häufiges Hindernis für die Bearbeitung von großformatigen Aluminiumplatten stellen die Plasma- und Laserbearbeitungsmethoden dar. Diese Methoden sind limitiert anwendbar und haben viele Nachteile, um Aluminium großflächig beim Rumpfbau einsetzen zu können. Schäden oder Kontaminationen auf der zu schneidenden Komponente könnten z. B. beim Schweißen zu Unregelmäßigkeiten führen. Andere Verbindungsmethoden wie sie in der Luft- und Raumfahrt verwendet werden, z. B. Klebetechniken, sind für den maritimen Bereich nicht geeignet. Dies liegt an der korrosiven und klebstofflösenden Wirkung des Meerwassers. Diese Nachteile schränken die Verwendungsmöglichkeiten von Aluminium ein. Infolgedessen verzögert sich die Entwicklung von innovativen Wasserfahrzeugen und Konzepten, für die die aktuellen Materialien und Strukturen nicht infrage kommen.



Wir planen eine Partnerschaft mit verschiedenen Projektpartnern, um Wege zu finden, Aluminium industriell nutzen und die nachteiligen Eigenschaften von Aluminium korrigieren zu können.
Durch die Entwicklung eines vollautomatischen Bearbeitungszentrums, bestehend aus Förderung, Positionierung, Markierung, verschiedenen Bearbeitungsprozessen und automatischer Qualitätskontrolle, können wir unsere Ziele realisieren.

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